Meditation ist nichts für mich… dachte ich lange.

28.05.2026

Mein schwieriger Start mit Meditation

Kennst du das?
Du sitzt da, versuchst zu meditieren … und wartest insgeheim nur darauf, dass es endlich vorbei ist. Die Hüften ziehen, die Füße schlafen ein – und von Entspannung keine Spur.
Genau so ging es mir.
Mein erster Meditationskurs ist schon einige Jahre her – mitten in Zürich. Und ich als totales Landei war schon mit der Autofahrt in die Stadt komplett überfordert. Entsprechend gestresst kam ich dort an.
Und dann hieß es: Schneidersitz.
Mein erster Gedanke:
Oh nein … das halte ich niemals aus.
Aber alle saßen so. Also wollte ich natürlich nicht die Einzige sein, die es anders macht. Außerdem war ich überzeugt: So gehört das eben beim Meditieren.
Tja … falsch gedacht.
Ich war so mit meinen schmerzenden Hüften beschäftigt, dass an Entspannung überhaupt nicht zu denken war. Fokus? Fehlanzeige.
Mein Fazit damals:
Meditation ist einfach nichts für mich.

Warum Meditation für mich lange nicht funktioniert hat

Später kam ich im Yogaunterricht wieder damit in Kontakt. Aber ehrlich? Es war jedes Mal eher ein Durchhalten. Und innerlich kam oft ein kleines „Yes!“, sobald es vorbei war 😅
Zum Glück waren die Meditationen nie besonders lang.
Erst während meiner Ausbildung zur Yogalehrerin hat sich etwas verändert.
Wir haben uns die Sitzposition ganz genau angeschaut – und plötzlich hat es Klick gemacht.
Seitdem meditiere ich tatsächlich regelmäßig. Also zumindest kämpfe ich nicht mehr mit einer unbequemen Sitzposition. 😉
Und genau das macht für mich den ganzen Unterschied.

Die wichtigste Erkenntnis: Meditation darf bequem sein

Die wichtigste Regel dabei ist eigentlich ganz simpel:
Die Knie sollten tiefer sein als das Becken – und der Bauch darf entspannt bleiben.
Und ganz wichtig:
Du musst das nicht „aus eigener Kraft“ schaffen.
Ein Kissen, eine Meditationsbank (mein absoluter Favorit) oder auch ein Stuhl sind keine Notlösung. Für viele Menschen sind sie genau die Unterstützung, die es braucht, damit Meditation überhaupt angenehm möglich wird.
Du musst dich also nicht in irgendeine unbequeme Haltung quetschen, um „richtig“ zu meditieren.
Probier es einfach einmal aus.

Was Meditation für mich heute bedeutet

Denn in der Meditation geht es nicht darum, perfekt zu sitzen. Es geht um Fokus – darum, die Aufmerksamkeit bewusst auszurichten.
Im Yogasutra beschreibt Patanjali Meditation beziehungsweise Yoga als das Zur-Ruhe-Bringen der Gedanken, um einen klaren Geist zu schaffen („Citta Vritti Nirodha“).
Mir persönlich hilft es sehr, vorher eine kurze Yogapraxis zu machen. Dadurch kann sich mein Geist bereits fokussieren und es fällt mir leichter, auch während der Meditation bei dieser Ausrichtung zu bleiben.
Noch etwas, das für mich einen großen Unterschied macht: der Ort.
Ich meditiere gerne dort, wo mich möglichst wenig ablenkt. Zuhause erinnere ich mich sonst schnell an die Hausarbeit, den Einkaufszettel oder tausend andere Dinge.
Deshalb sitze ich oft auf der Terrasse und schaue in den Garten. Wenn du die Möglichkeit hast, kann auch ein separater Raum hilfreich sein.
Vielleicht gehörst du aber auch zu den Menschen, die sich völlig unabhängig von ihrer Umgebung fokussieren können – dann ist das natürlich genauso wunderbar.

Vielleicht ist Meditation doch etwas für dich

Vielleicht dachtest du – genau wie ich damals –, dass Meditation einfach nichts für dich ist.
Vielleicht braucht es aber gar nicht mehr Disziplin, mehr Ruhe oder mehr „spirituelles Talent“.
Vielleicht braucht es einfach nur eine Sitzposition, die wirklich zu dir passt.
Meditation muss nicht perfekt aussehen.
Sie darf leicht sein.
Und vor allem: Sie darf zu dir passen.

✨ Mich würde interessieren: Wie geht es dir mit Meditation? Fällt es dir leicht abzuschalten – oder kennst du dieses „Wann ist es endlich vorbei?“-Gefühl auch?

Ich bin Raffaela

und ich begleite dich auf deinem Weg zu dir selbst.